Mimikry

By Donnerstag, der 14. April 2016Allgemein

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Raumspezifische Installation, 2016
1 Jalousie, Videoprojektion
 

Ein Zufallsalgorithmus manipuliert die Bewegung einer elektrischen Jalousie. Weitesgehend beliebig werden die Fahrtrichtung, die Dauer der Fahrt und die Intervalle zwischen den Fahrten gesteuert.

Auf der gegenüber liegenden weißen Wand wird ein Video projiziert, dass diese Jalousie frontal gefilmt zeigt. Der Rollo in diesem 15-minütigen Loop begegnet seinem realen Selbst, dass immerfort neue Bewegungsformen generiert und somit einen endlosen Dialog entstehen lässt.

 

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„Mimikry“ gewann den 1. Platz des Hochschulpreises der Freien Kunst 2016. Zur Jury gehörten Janneke de Vries (GAK Bremen), Eva Fischer-Hausdorf (Kunsthalle Bremen) und Dr. Annett Reckert (Städtische Galerie Delmenhorst, Haus Coburg). Die Laudatio der Jury lautete wie folgt:

 

„Besonders hat die Jury seine Arbeit „Mimikry“ überzeugt, in der dem Betrachter eine überraschende Neuinszenierung des Raumes geboten wird. Der Blick wird von der klassischen Betrachtungsebene nach oben gelenkt, dort scheint sich dem Titel der Arbeit entsprechend das Fenster im Film dem realen Fenster anzupassen. Das Auf und Ab des Rollos findet eine Antwort im Film. Zusammen mit der Tonebene erzielt Zerbst eine überzeugende, irritierende Wirkung. In der Verdopplung des Realen reflektiert er das Verhältnis von Innen und Außen, sowie Ideen von Wirklichkeit, Abbildung und Täuschung. Kunst wird zur Sehfalle.“

 

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