Die für die Einzelausstellung »LEAKS« im Kloster Bentlage, Rheine konzipierte Lichtinstallation besteht aus drei motorgesteuerten Theater-Spotlights, die jeweils durch ein Fenster im Obergeschoss in den Innenhof des ehemaligen Klosters scheinen. Die Bewegungen und die Leuchtstärke der Scheinwerfer werden per Zufallsalgorithmen generiert.

»Fenster zum Hof« kann durchaus als Appell verstanden werden: Einer übergroßen Laterna Magica gleich projizieren die Scheinwerfer die Silhouetten der Fensterkreuze auf Oberflächen im Innenhof. Von dort aus sind Zuschauer*Innen der schleichenden Erkundung des Innenhofs durch die Scheinwerfer ausgesetzt. Sie selbst geraten gelegentlich ins „Spotlight“, werden dadurch zu unfreiwilligen Protagonist*Innen. Sind es daher vielleicht eher Suchscheinwerfer auf einer gezielten Suche von denen eine Bedrohung ausgeht? Gleich einem Überwachungssystem?

Das Licht ist Ausdruck der Idee beobachtet zu werden, die aber eigentlich bereits dem Fenster selbst entspringt. Das Fenster ist der Idee Ursprung beobachtet zu werden, Bedingung dieser Möglichkeit. Eine Anspielung auf Hitchcocks Film lässt Motive des Suspense auferwecken oder erinnert konkret an des Films Sujet: Sind die Zuschauer*Innen die Beobachtenden oder die Beobachteten? Welche Geschichte spinnt sich um unseren kurzen unfreiwilligen öffentlichen Auftritt im Spotlight, unseren kurzen Solo-Moment im Theater der Welt?

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