Ein lose an die Wand gelehnter Stemmhammer dessen Meißel in einem Riss im Boden steckt. Unregelmäßig hämmert das Werkzeug in den Beton, erzeugt eine dröhnende Geräuschkulisse und bringt den Boden in Vibration. Vom Stemmhammer selbst ist dabei keine Bewegung zu sehen.

Als Geste setzt »Verschleißerscheinung« den Ausstellungsraum und das Kunstwerk in ein Verhältnis. Die spürbare, doch nicht sichtbare, Beschädigung des Raumes ist ein Angriff auf die Basis, die die Arbeit ermöglicht: Das ‚Sichtbare‘ entsteht durch die Reibung zwischen Raum und Objekt.

Der Titel „Verschleißerscheinung“ vereint die Idee des Sichtbar-Werdens durch gleichzeitige Abnutzung.

Entstanden in Zusammenarbeit mit Nora Olearius.

Erstmals gezeigt in der Gesellschaft für Aktuelle Kunst GAK in Bremen.

Die Berechnungen von Nora Olearius, die auf der nebenliegenden Eckwand zu lesen sind, ergeben die Lebensdauer des Meißels bei durchgängiger Benutzung (23,28 Jahre).

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