Schrödingers Meißel

By Mittwoch, der 8. März 2017Allgemein

Installation, 2016
Stemmhammer, Podest
 

Ein BOSCH Stemmhammer, der in der Oberfläche eines weißen Podestes steckt. Spuren und Segmente zeugen von einem gewaltsamen Akt des Eindringens. In scheinbar beliebigen Abständen setzt das Werkzeug sein Hämmern innerhalb des Sockels fort. Im unteren Bereich ist eine Steckdose angebracht, in die der Stemmhammer eingesteckt ist.
 
Macht man das Podest allgemein hin als Präsentationsform von Kunst geltend, so kommt SCHRÖDINGERS MEIßEL diesem Anspruch nur folgewidrig nach. Mit martialischer Beständigkeit bohrt sich der Stemmhammer in eben das Objekt, dass ihn zur Kunst erhebt. Mehr noch, der Akt als solcher gilt hier als das künstlerische Werk, dass sich ununterbrochen selbst zerstört.  
Hier referiert der Titel an Versuche von Erwin Schrödinger, der mit seinem berühmten Gedankenexperiment Mechanismen der Quantenphysik versucht hat in die Geltungsbereich klassischer physikalischer Gesetze zu übertragen. Der Stemmhammer in Superposition.

 

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